Person · jip6 maan6
Yip Man
Auch: Ip Man
Yip Man (1893–1972) war der legendäre Großmeister aus Foshan und Hongkong, der das Wing Chun erstmals öffentlich unterrichtete.
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Yip Man
Was es ist
Großmeister Yip Man (葉問, 1893–1972), im Westen häufig Ip Man geschrieben, ist die zentrale historische Persönlichkeit des modernen Wing Chun. Er war der erste Meister, der die vormals geheim gehaltene chinesische Kampfkunst der Öffentlichkeit zugänglich machte und systematisch unterrichtete. Durch seine Arbeit in Hongkong bildete er die Generation von Meistern aus, die den Stil weltweit bekannt machten – darunter Weltstars wie Bruce Lee sowie Verbandsgründer wie Leung Ting.
Im Training
Yip Mans historische Lehre prägt das Ausbildungscurriculum nahezu aller heutigen Wing-Chun-Schulen weltweit. Geboren in eine wohlhabende Familie in Foshan, lernte er unter Chan Wah Shun und Leung Bik. Nach seiner Flucht vor dem kommunistischen Regime nach Hongkong im Jahr 1949 begann er 1950 in den Räumen der Restaurant Workers Association mit dem öffentlichen Unterricht. Yip Man vereinfachte und didaktisierte die Formenlehre, indem er die Übungen auf die drei waffenlosen Formen, die Holzpuppe Muk Yan Jong und die beiden Waffensysteme Langstock und Doppelmesser standardisierte. Seine Methodik betont stets das Vermeiden roher Muskelkraft zugunsten von Physik und Entspannung.
Abgrenzung
Yip Man war kein unfehlbarer Filmheld aus den modernen Kino-Adaptionen, sondern ein historischer Gelehrter, Polizeioffizier und Kampfkünstler, der zeitweise unter großen physischen und finanziellen Nöten litt. Er erfand das Wing Chun nicht selbst, sondern konservierte und verfeinerte das Erbe seiner Lehrer für die moderne Welt.
Einordnung
Yip Man bildet das historische Nadelöhr, durch das das traditionelle südchinesische Kung Fu in die Moderne gelangte. Seine direkten und indirekten Schüler legten das Fundament für Organisationen wie die IWTA und die EWTO, in denen seine Formen wie Siu Nim Tau unverändert gelehrt werden.